Es geht um den Abgleich verschiedener Datenquellen zu einem stimmigen Ergebnis. Gibt ein Unternehmen eine bestimmte Produktionsmenge und einen Rezyklatanteil an, muss die verfügbare Materialmenge beides ermöglichen.
Warum die Plausibilität prüfen?
Ein einzelner Beleg kann korrekt sein, während der gesamte Datensatz unmöglich ist. Deshalb vergleicht der Auditor Informationen aus verschiedenen Quellen und prüft, ob sie ein schlüssiges Bild der betrieblichen Tätigkeit ergeben.
Beispiel
Gibt ein Unternehmen 1.000 Tonnen Produkt mit durchschnittlich 50% Rezyklatanteil an, muss unter Berücksichtigung von Beständen, Verlusten und weiteren Strömen eine verlässliche Quelle für etwa 500 Tonnen Recyclingmaterial vorhanden sein.
Welche Daten können verglichen werden?
- Einkäufe und Wiegebelege;
- Anfangs- und Endbestände;
- Rezepturen und Dosiereinstellungen;
- Produktionsberichte;
- Verkäufe und Versanddaten;
- Anlagenkapazität;
- Verluste, Abfälle und internes Mahlgut;
- Ergebnisse der Qualitätskontrolle.
Prozesskapazität als logische Prüfung
Übersteigt die angegebene Ausgangsmenge das, was sich aus dem Eingangsmaterial und mit der vorhandenen Anlagenkapazität plausibel herstellen lässt, müssen die Daten erklärt werden. Dasselbe gilt für eine unrealistisch hohe oder niedrige Ausbeute.
Plausibilitätsprüfung und Mengenbilanz
Die Bilanz ist ein wichtiges Instrument, die Plausibilitätsprüfung geht jedoch darüber hinaus. Sie kann auch Stückmassen, Produktionskapazitäten, Betriebszeiten, Lieferhäufigkeiten oder Laborergebnisse vergleichen.
Wie wird das System vorbereitet?
Identifizieren Sie die wichtigsten Datenquellen und legen Sie fest, welche Auswertungen regelmäßig miteinander verglichen werden sollen. Je früher ein Unternehmen eine Abweichung erkennt, desto leichter lässt sich deren Ursache finden.
Die wichtigste Erkenntnis
Verlässliche Daten sind nicht nur im System vorhanden: Sie entsprechen dem physischen Prozess und lassen sich durch unabhängige Quellen bestätigen.
