Eine Zertifizierung kommt infrage, wenn die Organisation einen tatsächlichen, auditierbaren Prozess im Geltungsbereich des Programms betreibt und Abfallherkunft, Rückverfolgbarkeit, Qualität des Stoffstroms sowie konsistente Mengendaten nachweisen kann.
Das Programm betrifft die Stufe vor dem Recycling
Die Sorting Process Certification konzentriert sich auf Prozesse, in denen Abfälle angenommen, identifiziert, sortiert und in geeignete Stoffströme getrennt werden, bevor der eigentliche Recyclingprozess beginnt.
Erstsortierung
Sie kann die Trennung eines gemischten Abfallstroms in grundlegende Materialfraktionen wie Kunststoffe, Metalle, Papier und Glas umfassen.
Nachsortierung
Dabei wird der Kunststoffstrom genauer getrennt, beispielsweise nach Polymer, Farbe, Produktart oder anderen Anforderungen des nachfolgenden Recyclers.
Was muss die Organisation kontrollieren?
- Herkunft und Status des Abfalls;
- das Sammelsystem;
- Unterlagen zum Wareneingang;
- Kennzeichnung und Lagerung der Stoffströme;
- Qualitätsparameter;
- Eingangs- und Ausgangsmengen;
- Ausschuss und sonstige Fraktionen;
- Unteraufträge, sofern vorhanden.
Abfallhändler
Das Programm sieht auch einen geeigneten Geltungsbereich für qualifizierte Abfallhändler vor. Bei Makler- oder Handelstätigkeiten müssen jedoch zunächst die konkreten Bedingungen des aktuellen Programms geprüft werden.
Wo endet die Sortierung und beginnt das Recycling?
Die Grenze hängt von den tatsächlichen Tätigkeiten ab. Sobald ein Prozess Abfall in einen Recyclingoutput umwandelt, ist der Geltungsbereich der Recycling Process Certification zu prüfen.
Das Wesentliche
Die Sorting Process Certification eignet sich für Organisationen, die nachweisen können, dass sie Herkunft, Qualität und Fluss des Abfalls vor dem eigentlichen Recycling kontrollieren.
