Für Plastic Waste Output sind eine Spezifikation, repräsentative Qualitätskontrollen, Chargenaufzeichnungen und eine vollständige Mengenbilanz erforderlich. Produktionsstatistiken und Durchsatzdaten helfen, die technische Plausibilität der Mengen zu beurteilen.
Was bedeutet guter Plastic Waste Output bei RecyClass Sorting Process?
Ein optisch sauberer Ballen allein reicht nicht aus. Für das Ausgangsmaterial müssen Spezifikation, Qualität, Rückverfolgbarkeit, Masse und Abnehmer dokumentiert sein. Die Menge muss mit Eingangsabfällen, weiteren Abfällen, Restabfällen und Beständen vereinbar sein.
RecyClass betrachtet auch Produktionsstatistiken und den Durchsatz, denn qualitative und quantitative Daten sollen ein stimmiges Bild des Betriebs der Sortieranlage ergeben.
1. Plastic Waste Output ist das Ergebnis der Sortierung und bleibt Abfall
Sorting Process endet bei Kunststoffabfällen, die für das weitere Recycling vorbereitet sind. Das Material kann als PET-, PE- oder PP-Ballen oder als andere Fraktion vermarktet werden. Sein Status und seine Dokumentation müssen jedoch dem tatsächlichen Prozess entsprechen.
Die Zertifizierung der Sortierung bedeutet noch nicht, dass Recycled Output im Sinne der Recycling Process Certification entstanden ist.
2. Die Qualitätsspezifikation sollte eindeutig sein
Das Sorting Process Audit Scheme verlangt eine Abfallspezifikation, die mit den Eigenschaften des Kunststoffabfalls verknüpft ist. Sie sollte mindestens Zielpolymer, Farbe, Abfallherkunft und den nach dem Programm zulässigen Höchstanteil an Verunreinigungen umfassen.
So haben Abnehmer und Sortieranlage ein gemeinsames Qualitätsverständnis und einen Bezugspunkt für die Ausgangskontrolle.
3. Qualitätskontrolle erfordert repräsentative Probenahme
Die Sortieranlage sollte über ein System zur Überwachung und Bestätigung der Qualität ihrer Kunststoffabfälle verfügen.
RecyClass verlangt repräsentative Proben aus dem Ausgangsstrom sowie die Dokumentation der Probenahmebedingungen.
Die Bewertung konzentriert sich auf Verunreinigungen, darunter Nichtkunststoffe und nicht dem Zielpolymer entsprechende Kunststoffe, sowie gegebenenfalls auf die Farbe.
4. Ein Prüfergebnis muss aufgezeichnet werden
Auch erfahrenes Personal ersetzt keine dokumentierte Kontrolle. Aufzeichnungen sollten mindestens den Zeitpunkt der Probenahme und das Ergebnis enthalten.
In der Praxis sind zusätzlich Chargennummer, prüfende Person, Probenmasse, Verunreinigungsanteil und die Entscheidung über die Charge hilfreich.
5. Die Mengenbilanz verbindet den Eingang mit allen Ausgängen
RecyClass beschreibt die Mengenbilanz im Sorting Process als Übersicht aller Materialströme im Bewertungszeitraum. Die Bilanz sollte hinreichend genau sein; Abweichungen müssen erklärt werden.
Ein Vergleich der Eingangsabfälle allein mit den Kunststoffabfällen reicht nicht aus. Weitere Abfälle, Restabfälle, Bestände und andere wesentliche Prozessströme müssen ebenfalls einbezogen werden.
6. Ein einfaches Bilanzbeispiel
Eine Sortieranlage nimmt 1.000 Tonnen Eingangsabfälle an. Es entstehen 420 Tonnen Kunststoffabfälle, 250 Tonnen Papier, Metall, Glas und weitere Abfälle sowie 280 Tonnen Restabfälle. 50 Tonnen verbleiben im Lager.
Die Summe sollte unter Berücksichtigung der tatsächlichen Wiegemethoden und begründeter Differenzen zum Eingang passen. Fehlen 120 Tonnen ohne Erklärung, wird der Auditor nach der Ursache fragen.
7. Produktionsaufzeichnungen zeigen den Linienbetrieb
Sortieranlagen erfassen Betriebszeiten, Mengen der Eingangsabfälle und erzeugte Kunststoffabfälle. Diese Daten werden sowohl für die Bilanz als auch für die Bewertung der tatsächlichen betrieblichen Kapazität benötigt.
Meldet das System 20.000 Tonnen Ausgangsmaterial trotz kurzer Betriebszeit und geringen Durchsatzes, kann eine Plausibilitätsprüfung zusätzlichen Erklärungsbedarf aufzeigen.
8. Tatsächlicher und ausgelegter Durchsatz unterstützen die Rückverfolgbarkeit
Das Audit Scheme verlangt die Dokumentation der Materialbewegungen durch den Sortierprozess einschließlich Prozessparametern wie tatsächlichem und ausgelegtem Durchsatz in Tonnen pro Stunde.
Die Werte müssen nicht in jeder Stunde identisch sein. Die Produktionsmengen müssen jedoch angesichts der technischen Möglichkeiten der Anlage plausibel bleiben.
9. Die Leitung sollte Produktionsstatistiken nutzen
RecyClass verlangt mindestens monatliche Berichte, die die Prozessoptimierung unterstützen und beispielsweise Produktionsmengen, Stillstandszeiten und Verunreinigungsanteile zeigen können.
Auditdaten sollten daher Bestandteil der Prozessführung sein und nicht nur einmal jährlich für die Zertifizierung zusammengestellt werden.
10. Die Rückverfolgbarkeit muss auch den Abnehmer einschließen
Aufzeichnungen über den Eigentumsübergang sollten Angaben zum Abnehmer sowie Masse und Art der Kunststoffabfälle enthalten. Entsprechende Nachweise der Materialübergabe sind aufzubewahren.
Qualitätskontrolle ohne Zuordnung zur konkreten Charge und zum Abnehmer gewährleistet keine vollständige Rückverfolgbarkeit.
11. Häufige Fehler in Sortieranlagen
Typische Probleme sind uneinheitliche Spezifikationen, nicht repräsentative Proben, Ergebnisse ohne Chargennummer, fehlende Daten zu weiteren Abfällen, auf Kunststoffe beschränkte Bilanzen, ungeklärte Verluste und Kapazitätsangaben, die nicht zur Laufzeit der Linie passen.
Jeder dieser Punkte kann die Glaubwürdigkeit des Ausgangsmaterials beeinträchtigen, selbst wenn der fertige Ballen sauber aussieht.
FAQ
Ist Plastic Waste Output bereits Recycled Output?
Nein. Plastic Waste Output ist das Ergebnis von Sorting Process und wird erst anschließend weiter recycelt.
Darf die Qualitätskontrolle ausschließlich visuell erfolgen?
Die visuelle Analyse kann eine Methode sein. Das System muss jedoch geeignet, dokumentiert und entsprechend den Programmanforderungen auf repräsentative Proben gestützt sein.
Umfasst die Mengenbilanz nur Kunststoffe?
Nein. Sie sollte alle wesentlichen Materialströme im Bewertungszeitraum abbilden.
Prüft der Auditor den Durchsatz der Linie?
Tatsächlicher und ausgelegter Durchsatz gehören zur Prozessdokumentation und können zur Bewertung der Plausibilität der Mengen herangezogen werden.
Muss eine Sortieranlage monatliche Produktionsberichte führen?
Das Audit Scheme sieht vor, Produktionsstatistiken mindestens monatlich in Berichten für die Leitung zu verwenden.
