Internes Mahlgut behält seine Materialhistorie. Es ist nicht automatisch PreCR. Bei der Rückführung in die Produktion darf dasselbe Recyclingmaterial nicht doppelt angerechnet werden.
Zerkleinerung ändert die Materialherkunft nicht automatisch
Wird ein Produkt oder Prozessabfall gemahlen und in denselben Prozess zurückgeführt, beginnt seine Materialhistorie nicht von vorn. Es muss geklärt werden, woraus das Material entstanden ist und welchen Status es vor der Zerkleinerung hatte.
Typische interne Ströme
- Anfahrabfälle;
- Qualitätsausschuss;
- Beschnitt und Randstreifen;
- Angüsse;
- Material aus Umrüstvorgängen;
- Produkte, die vor dem Verlassen des Standorts in den Prozess zurückgeführt werden.
Warum ist das für den Rezyklatanteil relevant?
Stammt das Mahlgut aus Material, das bereits einen bestimmten Rezyklatanteil enthält, darf die erneute Verwendung nicht zur erneuten Anrechnung desselben Materials führen. Andernfalls würde der angegebene Anteil künstlich erhöht.
Mahlgut und PreCR
Nicht jeder Produktionsabfall gilt automatisch als recyceltes Pre-Consumer-Material. Die Einstufung hängt von den Definitionen des jeweiligen Programms oder der jeweiligen Anforderung sowie von der tatsächlichen Materialhistorie ab.
Welche Daten sollten erfasst werden?
Erfassen Sie Herkunft, Menge, Basismaterial, Entstehungsort, Lagerung und weitere Verwendung des Mahlguts. Größere Ströme sollten auch in der Mengenbilanz sichtbar sein.
Verunreinigungsrisiko
Internes Mahlgut kann unterschiedliche Farben, Additive oder Chargen zusammenführen. Bei der Wiederverwendung sollte die Organisation prüfen, ob das Material der Rezeptur und den Qualitätsanforderungen entspricht.
Die wichtigste Erkenntnis
Der Status von Mahlgut ergibt sich aus seiner Materialhistorie und nicht allein aus dem Mahlvorgang. Rückgeführtes Material muss so erfasst werden, dass die Rückverfolgbarkeit erhalten bleibt und der angegebene Rezyklatanteil nicht überhöht wird.
